Jung & Klemke

restaurant . chamant morderner altbau

Projekttyp:              Gastronomie
Bauherr:                  Privat
Realisation:             Beginn & Fertigstellung 2012
Fläche:                    450 m²
Leistungen:             LPH 1-8, Lichtdesign, Sondermöblierung

In den denkmalgeschützten Hallen der ehemaligen Maschinenbaufabrik Heyligenstaedt haben JUNG & KLEMKE mit ihrem Innenraumkonzept bewusste Kontraste zwischen Alt + Neu, Roh + Veredelt geschaffen.

Betreten wird das Fine-Dining-Restaurant über einen  trapezförmigen Kubus aus Spion-Glas, welcher als Windfang dient. Beim Betreten gewährt dieser Einblicke in den Gastraum und trägt dazu bei Funktion und Atmosphäre zu einem spannenden Gesamtkonzept verschmelzen zu lassen. Die teils freigelegten Backsteinmauern der Außenwand und reproduzierten Stahlfenster erscheinen  in der Spiegelung des Kubus und reflektieren den erhaltenen Bestand. Fehlstellen in der Backsteinwand wurden durch Putzflächen verdeckt und veredelt, so bekommen die alten Wände eine unverwechselbare Struktur.

Räumlich gegenübergestellt findet sich das Weinregal in selber Materialität wieder. Bei romantischer Kerzenlichtatmosphäre zeigen sich die edlen Tropfen hinter dem sich im Licht auflösenden Spiegelglas / Spion Glas.

Halbhohe Regalwände, die mit Andenken, Büchern und wohnlichen Accessoires bestückt sind, verleihen dem Lounge-Bereich Ruhe und Intimität, während Öffnungen in den Regalen immer wieder Blickbezüge in den Gastraum und zum Barbereich erlauben.

Die klare geometrische Form der Natursteintheke korrespondiert  mit dem dunklen Holz des Parkettbodens.

Ein homogen in dunklem nachtblau eingefärbter Flur weist den Weg aus dem hell gestalteten Gastraum hin zu Separee, Veranstaltungsraum und WC. Die hier in einer Wechselausstellung gezeigte zeitgenössische Kunst lässt den Flur immer wieder neu erscheinen.

Ein sorgfältiger Umgang mit vorhandenen und traditionellen Materialien spiegelt sich auch in den öffentlichen WC wider. Hier wurden die originalen Stahlfenster zu dekorativen Spiegeln umgebaut. Traditionelle Zementfliesen in moderne interpretierter verlege Art führen den Kontrast zwischen Neu und Alt fort.

Architektur, Bauleitung, und klasse Zusammenarbeit mit Füner Architekten aus Wetzlar.0102

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